Neuseeland
Fotos
Montag, den 11. April 2011 um 04:36 Uhr

Hallo!

Es sind neue Fotos von der Nordinsel online :)

Da wir schon uebermorgen weiterfliegen, werden das wohl die letzten Bilder aus Neuseeland werden.

Wir freuen uns auf Peru und wuenschen euch allen einen schoenen Fruehling,

Nina und Pit

 
auto -1
Freitag, den 08. April 2011 um 02:52 Uhr

Hallo liebe Leute!

Wir haben endlich unser Auto verkauft und fuehlen uns frei! Jetzt koennen wir Auckland erkunden und geniessen. :)

Ausserdem ist ein neuer Fotoordner online: Abel Tasman und Umgebung
Die Fotos von der Nordinsel gibts ein andermal

Viele liebe Gruesse,

Nina und Pit

 
Nordinsel
Dienstag, den 05. April 2011 um 02:53 Uhr

Hi there! How r ya doin?

 

Nun sitzen wir da, mit unserem herrlichen Auto in Auckland fest und keiner will es haben... :(

Naja, so schlimm ist es (noch ;) nicht und wir geben die Hoffnung nicht auf, haben ja auch noch eine ganze Woche Zeit und sind mit unserem Angebotspreis sogar immer noch ueber dem Kaufpreis.... Es ist aber gerade Ende der Saison und dementsprechend ist das Angebot an Autos viel groesser als die Nachfrage.

 

Ansonsten ist Auckland (1,2 Millionen Einwohner) aber ein huebsches Staedtchen: aufgeraeumt, uebersichtlich und sauber (man sagt hier "new zealand, it's not a country, it's a village"), es ist angenehm warm und sonnig (ausser jetzt gerade natuerlich, da regnet es.. ;) und vorgestern haben wir die Uhr um eine Stunde zurueckgestellt, jaja, es herbstet hier.

Unser Hostel ist recht heimelig, mit netten Mitbewohnern und sehr sauber, mufft nur etwas und wir vermuten, dass es schon lange als Jugend-/ Altenheim oder aehnliches diente..

 

Aber nun nochmal zurueck zu und weiter im Text unserer Reise von Wellington nach Auckland:

da wir nur 3 Wochen fuer die Nordinsel hatten (ja, wir sind verwoehnt.. ;) beschlossen wir Northland (ein Zipfel der Insel noerdlich von Auckland) auszulassen und so lag der Fokus auf Maori- Kultur, thermischen Aktivitaeten rund um Rotorua und Coromandel mit Natur und Straenden.

 

Die Maori- Kultur ist sehr interessant, aber auch touristisch absolut erschlossen, so dass man sich die Doerfer in Fuehrungen und fuer teuer Geld anschauen kann (und das schon seit gut 80 Jahren!!). Trotzdem ist es sehr interessant, die Verwendung von Naturprodukten fuer Kleidung, ihre Philosophie und der beruehmte Haka- wardance bei dem laut gesungen (gebruellt), mit den Augen gerollt und die Zunge herausgestreckt wird (auch zu sehen bei youtube wenn sich das jemand ansehen will, vor allem von den "All Blacks", Neuseelands Rugby- Mannschaft, die den Tanz vor jedem ihrer Spiele auffuehrt um ihre Gegner einzuschuechtern und in die Flucht zu jagen).

Wir haben mit unserem Auto aber auch noch eine untouristischere Strasse gefunden, die an Maori Doerfern entlang ging und das war ein bisschen echter oder natuerlicher dort und auch sehr interessant. Die Menschen sind sehr offen, aufgeschlossen und freundlich und sehen aus wie eine Mischung aus Suedamerikanern,  US-Amerikanern und Suedseeinselbewohnern.

 

Auf unserer Route kamen wir auch zum Tongariro National Park und dort wanderten wir den Tongariro Alpine Crossing. Dieser Wanderweg fuehrt den Bilderbuchvulkan Ngauruhoe hinauf, auch bekannt als Mount Doom in Mordor! =) War auch anstrengend, aber Frodo hat sich schon ganz schoen angestellt damals.... :)

Wir hatten aber leider ziemliches Pech mit dem Wetter, denn entgegen der Wettervorhersage zogen Wolken auf, und das gerade als wir fast beim Gipfel waren. Und so wurden uns die spektakulaeren Aussichten genommen, wir wanderten im Nebel weiter und sahen die wunderschoenen tuerkisenen Seen erst als wir direkt davor standen, und dann auch nur wie sie im Nebel verschwinden. Sehr schade!!!! Denn immer mal wieder konnte man erahnen welche Aussicht sich einem bei klarer Sicht offenbart haette...

 

Weiter ging es dann zu verschiedenen Parks, in denen man sich (fuer teuer Geld.. ;) vulkanische Aktivitaeten ansehen kann: dampfende Erde, heisse Quellen, Geysire, heisse Seen mit bunten Mineralablagerungen. Ganz schoen beeindruckend, teilweise wunderschoen, aber auch immer begleitet von faulem Eiergeruch aufgrund der austretenden Schwefelsaeuredaempfen. Das war selbst in der Stadt Rotorua so, in der man immer mal wieder von einem Stinkeschwall ueberrascht wurde und sich nur wunderte woher das kommt: aus der Erde, dem Gulli, der Luft, dem Baum?!?!

Aber wirklich sehr, sehr faszinierend und wir haben in jeder Hinsicht unsere Lektion hier in Neuseeland ueber die Erde gelernt: wir laufen nicht auf festem Grund.....

 

Fuer kurze 2 Tage fuhren wir dann noch nach Coromandel und waren im Nachhinein sehr traurig, dass wir nicht laenger bleiben konnten, denn bei dem herrlichen Wetter gefiehl es uns dort viel besser als erwartet: tolle Buchten, Waelder mit vielen Voegeln und Papageien (sonst waren die Waelder hier manchmal etwas "unbelebt" fuer unser Auge).....

 

Ja, und dann ging es schon weiter nach Auckland, damit wir uns hier am Wochenende auf 2 Automessen den Arsch absitzen konnten.. Naja, gleich treffen wir einen Interessenten zu nem weiteren test drive, also drueckt uns die Daumen, wir freuen uns naemlich schon sehr auf Suedamerika am 13.04.!!

 

Uebrigens versprechen einem hier Politiker und Wissenschaftler, dass es in NZ keine radioaktive Strahlung aus Japan gibt: das liege an den Korioliskraeften, die am Aequator wirken und so die noerdliche Wetterhemisphaere von der suedlichen trennen.....

Aber wer weiss wem man da noch glauben kann..

 

Also dann, schreibt ihr doch auch mal wieder wie es euch geht.. :) Wir freuen uns!

 

Allerliebste Gruesse von

Nina & Pit, die dieses Jahr um einen Tag weniger altern :)

 

PS: Da leider die Scheibe und somit der Touchscreen von unserem Internettablet zerbrochen ist, sind wir jetzt im stolzen Besitz eines kleinen Rechners: Acer Aspire one, den haben wir neu fuer einen absoluten Schnaeppchenpreis hier erworben. Also THEORETISCH koennen wir jetzt ganz viel skypen, chatten, e-mails schreiben, homepage updaten.... ABER zusaetzlich zu unserer Faulheit kommt die hinterm Mond- Mentalitaet der Neuseelaender wenn es um Internet geht (free wifi heisst hier, dass man einen Gutschein bekommt mit Nummer zum einloggen und das ist dann meist gueltig fuer eine Stunde UND MB- begrenzt, d.h. skype mit unserer eingebauten webcam wuerde viel zu viel verbrauchen), aber das wird sich ja in Suedamerika nach dem was wir gehoert haben wieder verbessern...

 

PPS: ein neuer Fotoordner ist online: Westkueste

 
von Süd nach Nord
Freitag, den 25. März 2011 um 21:52 Uhr

Hallochen!

Wieder einmal haben wir uns lange nicht gemeldet. Wir sind schon auf der Nordinsel Neuseelands und haben auch schon Wellington nach einem Tag Sightseeing verlassen.

Unser Flug geht ja schon in drei Wochen und wir merken langsam wie die Zeit davonrennt. Deshalb waren wir die letzten Wochen jeden Tag auf Achse und haben keine Zeit gefunden uns um die Homepage zu kuemmern. Wir haben aber dennoch sehr schoene Landschaften und Orte gesehen, Spaziergaenge und kurze Wanderungen unternommen. Zum noch einmal richtig mehrtaegig wandern fehlte uns leider die Zeit.

Nach dem Abstecher zum Milford Sound sind wir ueber Queenstown die Westkueste entlang Richtung Norden gefahren. Das Auto funktioniert bis auf eine Reifenpanne in Wanaka sehr gut. Nur die Batterie, haben wir bemerkt, ist etwas schwach, denn wenn man den Motor stoppt und vergisst die Musikanlage oder das Licht auszumachen, ist sie ratzfatz leer und wir sind auf Starthilfe angewiesen.

Die Landschaft entlang der Westkueste ist atemberaubend: Die Strasse zieht sich durch steile Gebirge, an Gletschern, felsigen Kuestenlandschaften und Straenden vorbei und durch Weiden, Wiesen und Waelder.

Unser noerdlichstes Ziel war der Abel Tasman Nationalpark, den wir vorgestern erreichten. Wir genossen das schon sehr viel waermere Klima und die unglaublich schoenen Straende und Waelder des Nationalparks. Wir ließen uns mit dem Wassertaxi rausfahren und wanderten nur einen Abschnitt (den angeblich schönsten) des mehrtägigen Abel Tasman Coastal Track. Der Wanderweg ging durch Farnwälder mit wunderschönen Ausblicken auf karibisch anmutende Buchten. Das Wetter war so super, dass wir sogar 2mal im Meer baden waren! :)

Wir hoffen wir werden auf der Nordinsel etwas mehr Zeit fuer die Homepage finden,

viele Gruesse vom anderen Ende der Welt,

Nina und Pit

 
wieder da
Donnerstag, den 10. März 2011 um 02:14 Uhr

Hallo!

Wir haben unsere vier Tage und drei Naechte waehrende Wanderung entlang des Kepler-Tracks beendet und entspannen nun unsere geschundenen Fuesse in Te Anau. Die Wanderung war sehr anstrengend, aber wunderschoen. Es ging durch Buchenwaelder voller Farn und Moos, vorbei und ueber Gebirgsbaeche mit kristallklarem (Trink-) Wasser, dann hoch ueber die Baumgrenze entlang mehrerer Bergkaemme mit wunderschoenen Aussichten auf die Berge und Seen Fjordlands. Die Naechte waren kalt, aber das Wetter war meist sonnig und durchgehend trocken, was wir sehr genossen! Jetzt regnet es, was sind wir fuer Glueckspilze!!! :)

Jetzt fahren wir weiter Richtung Norden, um den Fjord namens Milford Sound zu besichtigen.

Viele liebe Gruesse,

Nina und Pit

 
Kepler Track
Samstag, den 05. März 2011 um 03:58 Uhr

Hallo ihr Lieben!!

Wir sind gerade in Te Anau, einem huebschen Dorf mit See in Fjordland, in dem es an Bewohnern scheinbar nur Touristen und Dorfjugend gibt ;) Aber wir sind ja wegen der wunderschoenen Natur hier und deswegen verlassen wir ein bisschen schwermuetig unsere gemuetlichen Autositze ;) und wandern ab morgen fuer geplante 4 Tage (also 06. bis einschliesslich 09.03.) den Kepler Track. Und es soll tolles Wetter werden!! Yeah, right!! :)

Take care.... Bis in Kuerze, allerliebste Gruesse von

Nina & Pit

 
Fotos
Mittwoch, den 02. März 2011 um 02:14 Uhr

Es sind drei neue Fotoalben online: Sydney, Christchurch und Christchurch nach Invercargill

Viel Spass und viele liebe Gruesse,

Nina und Pit

 
update
Dienstag, den 01. März 2011 um 21:33 Uhr

Unten mal wieder ein Bericht von uns über das Erlebte. Fotos erscheinen auch bald wieder wie gewohnt hier unter Neuseeland.

Der Einfachheit halber haben wir das auf eine Woche degradierte Australien auch noch hier zu der Sparte Neuseeland gepackt. Und wir hoffen keine Aussies oder Sydneysider fühlen sich jetzt beleidigt... ;)

Cheers, Nina & Pit

P.S.: Fotos von Singapur sind online (unter Südostasien)

 
Sydneysider, Kiwis, Beben und noch mehr...
Dienstag, den 01. März 2011 um 21:30 Uhr

Hallo liebe Freunde!

Die letzten Tage und Wochen waren sehr ereignisreich. In Sydney haben wir viel unternommen, allein und mit Mo, Ninas Studienfreund, der zur Zeit in Sydney lebt. Er hat uns sogar eine architektonische Stadtfuehrung gegeben.

Die Stadt, vor allem das Zentrum wirkt, als haetten sich "Men's Health", "Vanity Fair" und "modern banking" (wenn es so eine Zeitschrift gibt) zusammengetan und eine Vorzeigestadt gebaut, in der sich jeder, der keine Modelmasse hat schlecht fuehlen soll. Eigentlich hat hier jeder Idealgewicht und ist mit Anzug oder Kostuem bekleidet, da hier alle Baenker oder aehnliches sind. Die meisten Leute scheinen von ihrem Arbeitsplatz nach Hause zu joggen (wir waren nie so frueh wach um zu sehen, wie sie dorthin kommen) um ihre Figur zu halten. Auch die Mittagspause wurde vorzugsweise zum joggen benutzt, was uns dann doch etwas verwirrt hat. Wir konnten uns das nur damit erklaeren, dass bestimmt am Abend eine Firmen-Beach-Party anstand und der body bis dahin ausdefiniert sein musste. ;)

Die Stadt selbst hat uns aber sehr gefallen. Sydney hat sehr schoene Parks, hohe Gebaeude, viel Wasser, tolle Straende, einen sehr schoenen Campus, viele Wohnviertel mit suessen Terrassenhaeuschen und ein Rotlichviertel, in dem unser Hostel lag. Es gibt viele uns fremde Voegel, z.B. verschiedene Papageien und das herrschende Urlaubswetter erfeute uns sehr.

Leider haben wir von Australien nicht mehr mitgekriegt, weder (echte) Kaenguruhs gesehen, noch mit Koalabaeren geknuddelt, aber so haben wir was fuer unseren naechsten Besuch in Down-Under, auf den wir uns schon freuen.

Dann ging es mit dem Flieger weiter nach Christchurch in Neuseeland. In Christchurch verbrachten wir unsere ersten vier Naechte bei Couchsurfern. Es handelte sich um Asheley und Abe, die sich sehr liebevoll um uns gekuemmert haben und die uns eine Couch im Arbeitszimmer ihres Hauses zur Verfuegung stellten. Leider war das Haus etwas ausserhalb und wir mussten immer den Bus nehmen (der nur alle halbe Stunde fuhr- zur Hauptzeit... und Fahrzeit ueber eine halbe Stunde) um in die Stadt zu kommen. Dafuer lag das Haus aber auch auf einem Berg (Mount Pleasant!) und wir hatten von unserem Arbeitszimmer aus einen tollen Ausblick ueber die Stadt und das Meer.

Am ersten Tag nahm uns Asheley mit in die Stadt und zeigte uns auf dem Weg das sehr idyllische Lyttleton, das drei Tage drauf im Epizentrum des Erdbebens liegen sollte und voellig zerstoert wurde. Zu dem Zeitpukt war es aber noch sehr ruhig und beschaulich und wir haben uns Kaffee und verschiedene Muffins gegoennt. Danach, im Zentrum von Christchurch, haben wir etliche Hostels abgeklappert um uns einen Ueberblick ueber unsere zukuenftige Unterkunft zu machen. Wir entschieden uns fuer ein Hostel in einem suessen Holzhaus (es sah aus wie Villa Kunterbunt) etwa 200m ausserhalb des Zentrums. Ausserdem hingen in den Hostels viele Zettel von Leuten, die ihren Minibus (mit eingebautem Bett) verkaufen wollten.

Die naechsten Tage verbrachten wir auf der Suche nach einem geeigneten Gefaehrt und wir schauten uns viele Fahrzeuge an. Leider war nichts in unserer Preisklasse, dem wir mehr als einen Monat Lebensdauer gegeben haetten.

Am Montag, dem Tag an dem wir unsere Couchsurfer verlassen und in das Hostel gezogen sind, fanden wir das passende Fahrzeug auf dem Hostelparklatz. Noch am selben Tag machten wir eine Probefahrt und verabredeten uns fuer den naechsten Tag um 10 Uhr morgens, um den Kauf abzuwickeln. So wurde ein 1998er Nissan Serena mit einer Bettkonstruktion statt Rueckbaenken gegen 11Uhr im Zentrum Christchurchs auf Ninas Namen umgemeldet und unser Neuseelandabenteuer nahm erste Gestalt an. Als wir zurueck im Hostel waren fing Pit an online nach einer geeigneten Autoversicherung zu suchen, waehrend Nina draussen die Bettwaesche des Wagens abzog um sie zu waschen, als die Erde bebte...

Und wie es bebte... Nina hat das Waschmittel fallen lassen und musste sich hinsetzen, um nicht hinzufahllen. Pit fluechtete unter den naechstbesten Tuerrahmen und hielt sich an ihm fest. Waehrend drinnen saemtliche Moebelstuecke durchgeschuettelt oder umgeworfen und alle Regale leergefegt wurden, hoerte man draussen die Gebaeude krachen und teilweise einstuerzen. Als das Hauptbeben vorbei war und alles langsam zur Ruhe kam, versammelten sich alle Hostelgaeste (recht zuegig) auf der Strasse oder dem Vorgarten und das Geschehene musste erstmal verdaut werden.

In einer Entfernung von etwa 300m sahen wir Rauchschwaden aufsteigen und es dauerte nicht lang, bis wir Martinshorn hoerten und einen Hubschrauber, an dem ein Wassertank befestigt war anfing Wasser aus dem nahegelegenen Fluss zu schoepfen und es auf die Flammen zu giessen. Es gab in unregelmaessigen Abstaenden (zwischen 5 und 45 Minuten) schwache und etwas staerkere Nachbeben, und die Luft fuellte sich mit Staub und Rauch. Aus Richtung Innenstadt kamen viele "Fluechtlinge", denen man den Schrecken, die Angst und die Trauer im Gesicht ansah. Der etwa 100m entfernte "Latimer Square" wurde zum provisorischen Krankenhaus erklaert und es wurden Zelte aufgebaut, um erste Hilfe zu leisten. (So wurde es uns zumindest gesagt, da wir nicht naeher ins Zentrum wollten um nachzusehen...). Ausserdem ist der Turm der Kathedrale eingestuerzt, den wir am Nachmittag eigentlich hatten besteigen wollen...

In Gebaeude trauten wir uns an dem Abend nicht mehr wirklich, aber wir mussten uns ueberwinden um unsere Habseligkeiten aus unserem Zimmer zu holen. Das taten wir dann im Laufschritt und erreichten sicher vor dem naechten Nachbeben das Freie. Zu dem Zeitpunkt ueberlegten wir noch in unserem neuen Fahrzeug auf der Strasse vor dem Hostel zu uebernachten, aber als dann gegen Abend die gesamte Innenstadt, wozu auch unser Hostel gehoerte, evakuiert wurde, machten wir uns auf die Socken...

Leider traten einem schnellen Entrinnen aus dem Erdbebengebiet zwei Probleme entgegen: wir hatten, trotz unseres gut geschulten Verhandlungsgeschicks, den Van mit einem fast leeren Tank gekauft und die Tankstellen waren in einem grossen Umkreis geschlossen. Ausserdem mussten wir noch zurueck zu unseren Couchsurfinghosts, da ein Teil unseres Hausrats noch bei ihnen lag.

Der Weg zurueck auf den Berg, Pleasant Hill, auf dem unsere Hosts wohnten war aufregend, da grosse Teile der Strassen aufgerissen, ueberflutet, mit Truemmern versperrt oder einfach nur gesperrt waren. Die Fahrt aehnelte einer Hindernisfahrt durch ein Kriegsgebiet und die leuchtende Tankfuellstandleuchte, der Nieselregen, die Daemmerung, die Nachbeben und die Tatsache, dass wir noch keine Autoversicherung abgeschlossen hatten wirkten nicht aufmunternd. Etwas Kraftstoff konnten wir einmal auf dem Weg und einmal auf Pleasant Hill von den aeusserst hilfbereiten Einheimischen erhalten und so erreichten wir das Haus unserer Hosts nach einer endlos scheinenden Fahrt.

Wir waren uebergluecklich als wir sahen, dass das Haus noch stand (dass es Asheley und Abe gut ging wussten wir schon, weil wir sie schon angerufen hatten, auch dass sie nicht zu Hause waren hatten wir schon erfahren). Im Inneren war der gesamte Boden mit Hausrat bedeckt und es war nicht leicht sich einen Weg zu unseren Sachen zu bahnen. Wir machten so schnell wir konnten und verliessen das Haus und Christchurch so schnell wie moeglich. Das bisschen Kraftstoff brachte uns noch bis zu einer offenen Tankstelle etwas ausserhalb, auf Strassen, die immer besser und weniger aufgerissen waren, je weiter wir uns entfernten. Nach dem Tankstop fuhren wir noch bis tief in die Nacht und bei der ersten Moeglichkeit nutzten wir ein Telefon in einer Kneipe um ein Lebenszeichen nach Deutschland zu schicken.

Das ist jetzt schon eine Woche her und seitdem haben wir in unserem Van schon viele Kilometer zurueckgelegt. Langsam wirkt die ganze Erfahrung weiter entfernt, aber man hat doch immer noch ein mulmiges Gefuehl, wenn sich der Boden unerwartet bewegt, wenn man zum Beispiel auf Parkett steht und ein dicker Kiwi geht vorbei ;) Auf dem Weg genossen wir neben der aussergewoehnlichen Landschaft auch die Tierwelt und sahen Robben, Seeloewen und Pinguine :) und viele viele Schafe.

Gesten waren wir an unserem suedlichsten Punkt unserer Reise angelangt, dem "Slope Point", das ist der suedlichste Punkt der Suedinsel Neuseelands. Jetzt sind wir gerade in Invercargill und planen die weitere Route.

Viele Gruesse von Nina und Pit

 
update Erdbeben
Dienstag, den 22. Februar 2011 um 22:50 Uhr

Uns gehts gut ...

Wir waren während des gestrigen Erdbebens zwar nur wenige hundert Meter vom Stadtzentrum von Christchurch, aber uns ist nichts passiert. Wir sind jetzt mit unserem neuen Campervan Richtung Süden.

Viele Grüße von Nina und Pit